Willkommen bei der Elztalbahn Bürgerinitiative

 

Liebe Bahnanwohner, liebe Elztäler,

der sogenannte Fortschritt durch eine Elektrifizierung der Elztalbahn wird deutliche Mehrbelastungen der Bahnanwohner zur Folge haben und hat nur wenig mit Emissionsschutz und einer Energiewende zu tun. Die Kosten des Ausbauprojektes stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen und sind somit total unwirtschaftlich:

  • Massive Belastungen durch elektromagnetische Felder (Elektrosmog) für direkte Bahnanwohner. Laut LUBW für Anwohner in einem Abstand von 7 Metern zur Gleismitte eine 100-150x höhere Belastung durch Elektrosmog im Vergleich zu Anwohnern an der Rheintalbahn, aufgrund der Gleisnähe. Weitere Belastungen durch vagabundierende Rückströme für indirekte Anwohner.
  • Steigende Lärmbelastung bis 95 dB (siehe Münstertalbahn) aufgrund der nicht zur Strecke passenden neuen sowie der dreimal so schweren und doppelt so langen Elektrotriebwagen und somit eine Verdopplung der Lärmlast.
  • Steigende Belastung durch Erschütterungen bis zu 25% (laut DB), aufgrund der dreimal so schweren und doppelt so langen Elektrozüge und des nur notdürftig ausgebauten Gleisbettes.
  • Eine Elektrifizierung der Strecke wäre etwa 4x so teuer wie der Einsatz von Batterie- oder Brennstoffzellenzügen.
  • Von insgesamt 9 Stationen haben bereits 3 Stationen einen Halbstundentakt. Bei lediglich 2 weiteren Stationen wird nach einem Ausbau ein Halbstundentakt im Rahmen des Fahrplans realisierbar.

 

Werden alternative Antriebstechniken von vornherein ausgeschlossen und bei einer Elektrifizierung die Allgemeine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 Drucksache 547/15 zur Minimierung elektromagnetischer Felder (Elektrosmog) aus Bahnstrom nicht vollständig nach neuestem technischem Stand umgesetzt und werden weitere Forderungen bzw. Einwendungen (z.B. zu Lärm, zu Erschütterungen...usw.) der BI und seinen 225 Mitstreitern zum Erörterungstermin ignoriert bzw. "weggewogen", ist die Elztalbahn-BI gegen eine Elektrifizierung. Für diesen Fall behalten sich die Bürgerinitiative (BI), zwei neu gegründete Interessengemeinschaften (IG), eine Anwohner-Vereinigung und Privatpersonen rechtliche Schritte bzw. mögliche Klagen vor!

Emissionen sind nicht nur Abgase, sondern auch Elektrosmog, Lärm und Erschütterungen. Richtiger Emissionsschutz sieht anders aus! Insbesondere dann, wenn Emissionen einfach nur durch andere neue ersetzt oder sogar nachweislich deutlich zunehmen werden. Eine Nahverkehrsstrecke wie die Elztalbahn braucht für mehr umweltfreundliches Verkehrsangebot ganz sicher keine Elektrifizierung. Das wäre unwirtschaftlich. Ein Wirtschaftsunternehmen wie die DB sieht das selbstverständlich anders. Schade, dass das Elztal und sein Bähnle kein technologischer Vorreiter sein werden und somit nicht zeitgemäß. Abgehängt!

Allein wegen der Häufung von klimawandelbedingten Oberleitungsausfällen fordern wir eine Abkehr vom technisch veralteten elektrischen Betrieb. Bereits im Jahre 2012 entsprach der elektrische Betrieb im Schienenverkehr über Oberleitungen nicht mehr dem Stand der künftig präferierten Technik. In der Tendenz soll diese Antriebsform ab dem Jahr 2020 auslaufen und einem neuen Zeitalter ohne Oberleitungen der Weg bereitet werden. Im Gegensatz zur zwar zukunftsfähigen Standardlösung mittels elektrischem Betrieb über Oberleitungen fordern wir deshalb moderne sowie zukunftsweisende Alternativen mit oberleitungsfreiem Antrieb wie z.B. der Hybridantrieb, der Wasserstoffantrieb oder auch schadstoffarme Flüsterdieselloks und weitere andere. Kostengünstiger, emissionsfreier, energieeffizienter und somit klimafreundlicher! Die Elztalbahn-BI ist nicht gegen einen Halbstundentakt, sondern für zukunftsweisende Antriebstechniken! Unser Beitrag zur Energiewende lautet: "Mit überschüssigem Windstrom Wasserstoff erzeugen":

Siehe: http://www.onvista.de/news/brennstoffzellen-zuege-sollen-im-deutschen-nahverkehr-fahren-43009013;

http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/auto-verkehr/zugmesse-innotrans-neuer-antrieb-fuer-die-bahn-14462789.html

https://www.swp.de › Hohenzollerische Zeitung › Nachrichten › Südwestumschau         

225 Bahnanwohner der ca. 500 direkten Elztalbahn-Anwohnerhaushalte haben insgesamt schätzungsweise über 10.000 Einwendungen eingereicht.

Die Elztalbahn-Bürgerinitiative bedankt sich an dieser Stelle schon einmal beim Bürgermeister der Stadt-Waldkirch Herrn Roman Götzmann, insbesondere aber bei den Gemeinderäten Herrn Klaus Detel und Herrn Nikolaus Wernet für die Unterstützung der Forderungen bzw. Einwendungen der Elztalbahn-BI unter Punkt 1 (Minimierung elektromagnetischer Felder - Elektrosmog - nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 Drucksache 547/15) und Punkt 2 (Reduktion von Lärm und Erschütterungen)

Schade finden wir, dass die Stadt-Waldkirch nicht die fehlende Alternativen-Prüfung in den Planunterlagen zu zukunftsweisenden Antriebstechniken eingefordert hat.

Schade finden wir auch, dass die Stadt-Waldkirch die unsachliche Verknüpfung von Elektrifizierung und Halbstundentakt in den Planunterlagen nicht erkannt hat und dieser anscheinend nur mittels elektrischen Betrieb über Oberleitungen zu erreichen ist. Laut ZRF wäre ein Halbstundentakt jetzt schon, auch ohne eine Elektrifizierung, möglich.

Schade finden wir zudem, dass die Stadt-Waldkirch nicht erkannt hat, dass der Halbstundentakt und somit das ganze Elektrifizierungs-Projekt abhängig ist von der Funktionssicherheit des BÜ Batzenhäusle. Wegen der Fabrikeinfahrt am BÜ Batzenhäusle und der daraus resultierenden LKW-Problematik existiert hier seit geraumer Zeit eine Langsamfahrstelle für den Zug. Die DB Netz AG möchte diese Langsamfahrstelle durch Umbau (außerhalb des Planverfahrens BSB2020) des BÜ beseitigen. Eine Garantie für die Funktionssicherheit wurde seitens der DB allerdings noch nicht erbracht. Falls bei Nichtfunktion eine neuerliche Langsamfahrstelle entstehen würde, wäre laut ZRF der Halbstundentakt ab Waldkirch in Gefahr da sie keinen zeitlichen Puffer mehr hätten. In diesem Falle wäre umsonst elektrifiziert worden und ein Halbstundentakt ab Waldkirch nicht mehr möglich. Wäre der Umbau des BÜ im Planfeststellungsverfahren BSB2020 zum Ausbau der Elztalbahn verankert gewesen und nicht in einem gesonderten Genehmigungsverfahren verhandelt worden, hätte das EBA vermutlich genau aus diesem Grund keine Genehmigung erteilt. Die Plangenehmigung für den Umbau am 10.10.2016 erteilt. (Siehe unter: EBA BÜ St. Margaretenstraße). Die Einwendungen der BI zur Funktionssicherheit zurückgewiesen. Hoffen wir, dass die Theorie auch in der Praxis funtioniert. Die Elztalbahn-Bürgerinitiative hat auf jeden Fall darauf hingewiesen!

Die Immobilienbesitzer und Anwohner haben sich in der Vergangenheit in Kenntnis und Akzeptanz der besonderen Bedingungen an der Bahnlinie niedergelassen und haben dort investiert. Mehrere Generationen haben sich mit den bisherigen Umständen arrangiert. Um auch in Zukunft lebenswert an der Bahn wohnen zu können, sollten sich alle Anwohner mit den geplanten Umbaumaßnahmen beschäftigen, um nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. 

Bürgermeister, Behörden und Bauträger sind in Ausübung ihrer ordnungs-, sicherheits- und gesundheitspolitischen Aufgaben allen Bürgern gegenüber verpflich­tet, gesundheitsgefährdende Emissionsbelastungen so gering wie möglich zu halten!

Wir erbitten deshalb die Solidarität aller Elztäler-Bahnanrainer* für unser Anliegen.
Bitte registrieren Sie sich unter Kontakt oder senden Sie uns eine E-Mail unter:  kontakt@elztalbahn-buergerinitiative.de

 

*Jeder Einzelne ist hier gefragt!