Willkommen bei der Elztalbahn Bürgerinitiative

 

Liebe Bahnanwohner, liebe Elztäler,

der sogenannte Fortschritt durch Elektrifizierung der Elztalbahn wird deutliche Mehrbelastungen der Bahnanwohner zur Folge haben:

  • Zusätzliche massive Belastungen durch elektromagnetische Felder (Elektrosmog) für direkte Bahnanwohner im 20-30 Meterbereich zur Gleismitte. Laut LUBW für Anwohner in einem Abstand von 7 Metern zur Gleismitte eine fast 150x höhere Belastung durch Elektrosmog im Vergleich zu Anwohnern an der Rheintalbahn aufgrund der Gleisnähe. Weitere zusätzliche Belastungen durch vagabundierende Rückströme für indirekte Anwohner in bis über 1000 Meter entfernte Wohnviertel.
  • Steigende Lärmbelastung bis 95 dB aufgrund der nicht zur Strecke passenden neuen Elektrotriebwagen und somit eine Verdopplung der Lärmlast.
  • Steigende Belastung durch Erschütterungen bis zu 40 % aufgrund der dreimal so schweren und doppelt so langen Elektrozüge.

 

Schade, dass das Elztal und sein Bähnle nicht zeitgemäß sein werden. Abgehängt!

Allein wegen der Häufung von klimawandelbedingten Oberleitungsausfällen fordern wir eine Abkehr vom technisch veralteten elektrischen Betrieb. Bereits im Jahre 2012 entsprach der elektrische Betrieb im Schienenverkehr über Oberleitungen nicht mehr dem Stand der künftig präferierten Technik; in der Tendenz soll diese Antriebsform ab dem Jahr 2025 nicht mehr eingesetzt werden. Im Gegensatz zur zwar zukunftsfähigen Standardlösung mittels elektrischem Betrieb über Oberleitungen fordern wir moderne sowie zukunftsweisende Alternativen mit oberleitungsfreiem Antrieb wie z.B. durch Wasserstoff. Total emissionsfrei! Aber auch die Hybridtechnik oder schadstoffarme Flüsterdieselloks sollten hier erwähnt werden. Die Elztalbahn-BI ist nicht gegen eine Elektrifizierung, sondern für zukunftsweisende Antriebstechniken!

225 Bahnanwohner der ca. 500 direkten Elztalbahn-Anwohnerhaushalte haben insgesamt schätzungsweise über 10.000 Einwendungen eingereicht. Somit hat, bei im Durchschnitt 3 Personen pro Haushalt, jeder siebte Bahnanwohner Einwendungen gegen eine Elektrifizierung.

Wird bei einer Elektrifizierung die Allgemeine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 Drucksache 547/15 zur Minimierung elektromagnetischer Felder aus Bahnstrom nicht vollständig umgesetzt und/oder werden weitere Forderungen der BI ignoriert ist die Elztalbahn-BI gegen eine Elektrifizierung und behält sich mit mehreren Bahn-Anwohner-Vereinigungen und einer neu gegründeten Interessensgemeinschaft (IG) Klagen vor !

 

Die Elztalbahn-Bürgerinitiative bedankt sich an dieser Stelle schon einmal beim Bürgermeister der Stadt-Waldkirch Herrn Roman Götzmann, insbesondere aber bei den Gemeinderäten Herrn Klaus Detel und Herrn Nikolaus Wernet für die Unterstützung der Forderungen bzw. Einwendungen der Elztalbahn-BI unter Punkt 1 (Minimierung elektromagnetischer Felder - Elektrosmog - nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 Drucksache 547/15) und Punkt 2 (Reduktion von Lärm und Erschütterungen)

Schade finden wir, dass die Stadt-Waldkirch keine Alternativen-Prüfung zu zukunftsweisenden Antriebstechniken eingefordert hat und sich damit zufrieden gibt, dass anscheinend nur mit der Standard-Lösung mittels elektrischem Betrieb über Oberleitungen ein Halbstundentakt zu erreichen ist. Laut ZRF wäre ein Halbstundentakt jetzt schon möglich auch ohne eine Elektrifizierung.

Desweiteren finden wir schade, dass die Stadt-Waldkirch darauf vertraut, dass durch Umbau des Bahnübergangs Batzenhäusle die Funktionssicherheit des Bahnübergangs garantiert und somit der Halbstundentakt für Kollnau und Gutach sichergestellt wird. Eine Garantie für die Funktionssicherheit wurde von der DB-Netz AG noch nicht erbracht. Falls der Umbau des Bahnübergangs Batzenhäusle im Planfeststellungsverfahren zum Ausbau und zur Elektrifizierung der Elztalbahn (BSB2020) verankert gewesen wäre, hätte nämlich das Eisenbahnbundesamt EBA, durch die Gefahr, dass bei Nichtfunktion des Bahnübergangs der Halbstundentakt in Gefahr gerät, auch laut ZRF, und somit der gesamte Ausbau und die Elektrifizierung umsonst wäre, vermutlich keine Genehmigung gegeben.  Eine Genehmigung des Umbaus des Bahnübergangs darf unserer Ansicht nach, zwingend, nur im Zusammenhang mit der Genehmigung des gesamten Ausbau- und Elektrifizierungsprojektes der Elztalbahn durch das EBA erfolgen.

Die Elztalbahn-Bürgerinitiative hat auf jeden Fall darauf hingewiesen!

Die Immobilienbesitzer und Anwohner haben sich in der Vergangenheit in Kenntnis und Akzeptanz der besonderen Bedingungen an der Bahnlinie niedergelassen und haben dort investiert. Mehrere Generationen haben sich mit den bisherigen Umständen arrangiert. Um auch in Zukunft lebenswert an der Bahn wohnen zu können, sollten sich alle Anwohner mit den geplanten Umbaumaßnahmen beschäftigen, um nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. 

Bürgermeister, Behörden und Bauträger sind in Ausübung ihrer ordnungs-, sicherheits- und gesundheitspolitischen Aufgaben allen Bürgern gegenüber verpflich­tet, gesundheitsgefährdende Emissionsbelastungen so gering wie möglich zu halten!

Wir erbitten deshalb die Solidarität aller Elztäler-Bahnanrainer* für unser Anliegen.
Bitte registrieren Sie sich unter Kontakt oder senden Sie uns eine E-Mail unter:  kontakt@elztalbahn-buergerinitiative.de

 

*Jeder Einzelne ist hier gefragt!