Wir sind nicht gegen einen Ausbau der Elztalbahn, sondern sehen lediglich einige Punkte des Ausbaus, u.a. eine Elektrifizierung nach technischem Standard, sehr kritisch

 

Für einen durchgängigen Halbstundentakt bis Elzach / Für oberleitungsfreie Antriebstechniken / Gegen eine Elektrifizierung ohne Minimierung und somit für einen vorbeugenden Gesundheitsschutz der Elztalbahn-Anwohner

Liebe Elzacher, liebe Elztäler, liebe Elztalbahnanwohner, 

die Elztalbahn-BI hat einen Offenen Brief verfasst, welcher dem Landkreis und der Landesregierung übergeben wird. Gleichzeitig werden die Landesminister bezüglich der in dem Offenen Brief geforderten Einhaltung der Verwaltungsvorschrift zur Bürgerbeteiligung nochmals gezielt angeschrieben und mit der kompletten Nicht-Einhaltung ihrer eigenen Vorschriften konfrontiert. Wir hoffen, dass man dies dort nicht auf sich sitzen lässt. Dem Innenministerium wird der Offene Brief ebenfalls übergeben. Wir hoffen sehr, dass damit als erste Wirkung der Landrat in seinem Antrag zum Sofortvollzug gebremst wird. Ein Sofortvollzug wäre nicht nur undemokratisch und politisch unfair, sondern auch rechtlich bedenklich. Durch den geforderten Sofortvollzug würden die Bürgerinnen und Bürger ein weiteres Mal um die Möglichkeit ihrer Mitwirkung gebracht. Sollte die Forderung laut werden, den Erörterungstermin vorzuziehen, sprich die Einwände abzuwatschen und wegen hohen öffentlichen Interesses Sofortvollzug zu beantragen, wäre damit eine Problemlösung sicher nicht verbunden. Wir fordern für den Ausbau der Elztalbahn die Umsetzung und die Einhaltung der rechtsgültigen Verwaltungsvorschrift der Landesregierung Baden-Württemberg zur Intensivierung der Öffentlichkeitsbeteiligung im Planungs- und Zulassungsverfahren (Verwaltungsvorschrift Öffentlichkeitsbeteiligung) mit dem darin hinterlegten Fahrplan. Wir sind für einen offenen und fairen Umgang, in dem die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gewahrt werden.

Anstatt die Bürgerinnen und Bürger angemessen in die Planungen miteinzubeziehen, werden die Elzacher als Nutznießer des Ausbaus vom Bürgerbündnis-Elztalbahn-Jetzt gegen die Elztalbahn-Bürgerinitiative und die Elztalbahn-Anwohner als Betroffene der Elektrifizierung, in dem sie als Gegner des Ausbaus dargestellt werden, aufgebracht. Diese Vorgehensweise ist kommunalpolitisch in keiner Weise tolerierbar. Dies bestätigt uns auch, dass das Bürgerbündnis-Elztalbahn-Jetzt keinerlei Interesse daran hat sich auch nur ansatzweise mit den Inhalten bzw. Kritikpunkten der Elztalbahn-Bürgerinitiative auseinanderzusetzen.

Link: Offener Brief

Die Elztalbahn-BI ist nicht grundsätzlich gegen eine Elektrifizierung. Doch denken wir, dass eine  Nahverkehrsstrecke wie die Elztalbahn für mehr umweltfreundliches Verkehrsangebot ganz sicher keine Elektrifizierung braucht. Das wäre unwirtschaftlich. Denn Oberleitungen lohnen sich nur auf stark befahrenen Strecken. Auch wurden alternative Antriebstechniken in den Planungen überhaupt nicht berücksichtigt. Bei einer Elektrifizierung fordern wir wegen der Gleisnähe den bestmöglichen Schutz der Anwohner vor elektromagnetischen Feldern durch das Minimierungsgebot, also nach neuestem technischen Stand und nicht nach veraltetem technischen Standard. Einen durchgängigen Halbstundentakt wie angekündigt wird es auch nur bedingt geben. Das untere Elztal hat ihn bereits, das mittlere Elztal bekommt ihn und das obere Elztal wird ihn gar nicht bekommen. Lediglich ein paar Extrazüge zu kurzen Hauptzeiten. Wir fordern einen durchgängigen Halbstundentakt bis Elzach. Die Einführung eines Halbstundentaktes wurde zudem immer unsachgemäß mit einer Elektrifizierung verknüpft. Auch ist ein Halbstundentakt generell auch nur dann möglich, wenn die Funktionssicherheit des Bahnübergangs Batzenhäusle den Halbstundentakt ab Waldkirch garantiert. Ansonsten hätte man umsonst elektrifiziert. Bei einer Elektrifizierung sehen wir folgende Punkte sehr kritisch:

  • Zusätzliche massive Dauer- bzw. Mehrbelastungen durch die vom Bahnstrom ausgehenden elektromagnetischen Felder, aufgrund der extremen Gleisnähe (Elztalbahnanwohner haben eine bis zu 150-mal höhere Belastung pro Zug im Vergleich zu Rheintalbahnanwohnern) und veralterter Technik. Laut unserer Messungen werden Anwohner mit einem Hausabstand zur Gleismitte von ca. 10 m einer Dauerbelastung von 0,2 - 0,35 µT (Mikrotesla) ausgesetzt sein. Bei diesen Messwerten befinden wir uns alleine durch die Belastungen des Bahnstroms schon teilweise im Bereich der von der WHO / IARC als möglicherweise krebserregend / kanzerogen eingestuften Grenzwerte von 0,3 - 0,4 µT. Anwohner mit 5 oder 7 m Hausabstand werden deutlich höheren Dauerbelastungen ausgesetzt sein. Anwohner im Bereich von Bahnhöfen werden durch Beschleunigen und Abbremsen der Züge doppelt so hohen Dauerbelastungen ausgesetzt sein. Aus Gründen der Vorsorge akzeptieren wir demnach eine Elektrifizierung nur mit Minimierung nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung! Allein der Einbau von Rückleiterseilen würde die Belastung um 50% reduzieren.
  • Steigende Lärmbelastung bis 95 dB (siehe Münstertalbahn) aufgrund der nicht zur Strecke passenden neuen Elektrotriebwagen des Talent2 mit ungeeigneten starren Drehgestellen anstatt mit hydraulischen Achslenkern. Der jetzige RS1 hat eine maximale Lärmlast von 80 dB. Bei 10 dB mehr spricht man von einer Verdopplung der Lärmlast.
  • Steigende Erschütterungsbelastungen um etwa 25% (laut DB). An der bereits elektrifizierten Münstertalbahn kam es zu 40% mehr Erschütterungen.
  • Zu schwere Züge von Alstom und Bombardier bezüglich der zugelassenen Achslast auf der Elztalbahn von 22,4 t und dem nur notdürftig ausgebauten Oberbau.
  • Keine Angaben zur Fahrgastkapazität und Länge der Züge, welche zukünftig eingesetzt werden sollen.
  • Steigende Kosten von ursprünglich 19 auf weit über 66 Mio. Euro nur für Ausbau und Elektrifizierung. Die Triebwagen sind nicht mit einberechnet. Ein Zug, also Zwei Dreiteiler des Talent2 Zuges, kosten rund 10 Mio. Euro.
  • Elektrifizierung total überteuert und wäre nach groben Schätzungen etwa 4 x teurer wie der Einsatz mit alternativer Antriebstechnik wie z.B. Batterie- oder Brennstoffzellenzügen. Auch würden sich die Umbauarbeiten ohne Elektrifizierung zeitlich deutlich reduzieren.
  • Elektrifizierung total unwirtschaftlich, da diese sich laut Grüne S.H. nur bei stark befahrenen Strecken lohnt. Aus volkswirtschaftlichen Gründen somit kompletter Irrsinn.
  • Zweifelhafter Nutzen der Elektrifizierung bzgl. Halbstundentakt, da von insgesamt 9 Stationen bereits 3 Stationen einen Halbstundentakt haben und bei lediglich 2 weiteren Stationen ein voller Halbstundentakt eingeführt wird. Die restlichen 4 Stationen bekommen keinen vollen Halbstundentakt, sondern lediglich ein paar Extrazüge pro Tag.
  • Zweifelhafte Sicherstellung des Halbstundestaktes mit unzähligen unbeantworteten offenen Fragen.
  • Zweifelhafter Klimaschutz, da 58% des Bahnstroms immer noch aus Atom- und Kohlekraftwerken stammt.
  • Fehlende Alternativen-Prüfung in den Planunterlagen wie z.B. der Einsatz von oberleitungslosen, kostengünstigen, emissionsfreien, energieeffizienten und somit klimafreundlichen Wasserstoffbrennstoffzellenzügen.
  • Keine Garantie für die Funktionssicherheit BÜ Batzenhäusle nach Umbau (LKW-Problematik/Fabrikeinfahrt). Ein Halbstundentakt ab Waldkirch ist von der Funktionssicherheit dieses Bahnübergangs abhängig. Würde eine neuerliche Langsam-Fahrstrecke entstehen, wäre eine Elektrifizierung umsonst erfolgt. Warum war genau aus diesem Grund nicht der Umbau zwingend Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens?
  • Enteignung von 110 Privatpersonen für die Modernisierung. Allerdings wurde von Seite der DB noch mit keinem der Betroffenen Kontakt aufgenommen.
  • Erhebliche Wertminderung des Grundstücks / Eigentums durch Dingliche Sicherung / Grunddienstbarkeiten.
  • Nicht-Einbeziehen der betroffenen Anwohner bzw. Bürger in die Planungen in der Vergangenheit nach Verwaltungsvorschrift der Landesregierung zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Vergleich zu den anderen zu elektrifizierenden Regionalstrecken des BSB2020 Projektes.
  • Gegeneinander Aufbringen. Die Elzacher als Nutznießer des Ausbaus ("Halbstundentakt") werden gegen die Elztalbahnanwohner als Betroffene der Elektrifizierung aufgebracht, da das Bürgerbündnis-Elztalbahn-Jetzt als Befürworter des Ausbaus, die Elztalbahn-Bürgerinitiative und die Elztalbahn-Anwohner als Gegner des Ausbaus darstellt.
  • Lückenhafte Planunterlagen mit zahlreichen unbeantworteten offenen Fragen.

 

Die Inbetriebnahme der elektrifizierten Strecke nach Fertigstellung wird wegen Verzögerungen durch zahlreiche Einwendungen gegen eine Elektrifizierung und einer möglichen Umplanung des Kreuzungsbahnhofs Gutach voraussichtlich nicht vor Anfang 2021 erfolgen. Diese Fehlplanung wäre vermeidbar gewesen. Ist aber noch änderbar. Das alles reibungslos abläuft wäre allein Aufgabe der Politik und der DB gewesen. Da aber jegliche Kritik gegen eine Elektrifizierung im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens ignoriert wurde, sind diese Verzögerungen somit das Ergebnis - ein hausgemachtes Problem. Auch kann es nicht sein, dass nun der Bürger durch die Wahrnehmung seiner Mitsprache bei der Offenlegung im Planungsverfahren an der Verzögerung Schuld sein soll.

225 Bahnanwohner der ca. 500 direkten Anwohnerhaushalte sind für Einführung eines Halbstundentaktes, aber gegen eine Elektrifizierung nach veraltetem technischen Standard. Insgesamt haben wir schätzungsweise über 10.000 Einwendungen eingereicht. Werden alternative Antriebstechniken von vornherein ausgeschlossen und bei einer darauf folgenden Elektrifizierung nicht zumindest die Allgemeine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 Drucksache 547/15 zur Minimierung elektromagnetischer Felder (Elektrosmog) aus Bahnstrom vollständig nach neuestem technischen Stand umgesetzt und werden weitere Forderungen bzw. Einwendungen (z.B. zu Lärm, zu Erschütterungen etc.) der BI und seinen Mitstreitern zum Erörterungstermin ignoriert bzw. "weggewogen", ist die Elztalbahn-BI und die Anwohner gegen eine Elektrifizierung. 

Der Dieselantrieb der Elztalbahn wird logischerweise bald der Vergangenheit angehören. Allerdings wurden zukunftsweisende alternative Antriebstechniken von vornherein ausgeschlossen. Die Emissionen auf der Straße müssen aber bekanntlich auch deswegen entlastet werden, weil die Autoindustrie verschlafen hat. Und nun verschläft man auch auf dem Sektor Schiene. Es ist zu hoffen, dass man nach Fertigstellung des Projektes nicht feststellen muss, dass die Elektrifizierung eine überalterte Technologie darstellt und wasserstoffbetriebene Züge in Zukunft auf den Markt drängen, wie von Verkehrsministerium prognostiziert wird. Ab Ende 2017 werden die ersten Brennstoffzellenzüge in Niedersachsen fahren. Emissionsfrei, klimafreundlich, kostengünstiger und energieeffizienter. Der sogenannte Fortschritt durch eine Elektrifizierung dagegen wird deutliche Mehrbelastungen der Bahnanwohner zur Folge haben als von der DB vermittelt wird und hat somit nur wenig mit Emissionsschutz zu tun. Emissionen sind nicht nur Abgase, sondern auch Elektrosmog, Lärm und Erschütterungen. Richtiger Emissionsschutz sieht anders aus! Insbesondere dann, wenn Emissionen einfach nur durch andere, ersetzt oder sogar nachweislich deutlich zunehmen werden. Schade, dass das Elztal und sein Bähnle kein technologischer Vorreiter sein werden und somit nicht zeitgemäß. Abgehängt. Bereits im Jahre 2012 entsprach der elektrische Betrieb im Schienenverkehr über Oberleitungen nicht mehr dem Stand der künftig präferierten Technik. In der Tendenz soll diese Antriebsform ab dem Jahr 2025 auslaufen und einem neuen Zeitalter ohne Oberleitungen der Weg bereitet werden. Im Gegensatz zur zwar zukunftsfähigen aber veralteten Standardlösung mittels elektrischem Betrieb über Oberleitungen fordern wir deshalb neue, moderne sowie zukunftsweisende Alternativen mit oberleitungsfreiem Antrieb wie z.B. der Hybridantrieb, der Wasserstoffantrieb oder auch schadstoffarme Flüsterdieselloks und weitere andere. In der Ortenau sollen nach einer Mitteilung des Verkehrsministeriums von 2021 an gar wasserstoffbetriebene Züge mit Brennstoffzellen fahren.

Weitere Nachteile des Oberleitungsbetriebs (Ol): Gefahren für die Fahrgäste bei Kurzschluss und strombedingtem Zugbrand, da zunächst die Ol zunächst abgeschaltet und geerdet werden muss. Solche Fälle sind in Deutschland keineswegs selten und passierten kürzlich sogar an Neufahrzeugen, zuletzt durch einen Vogel, der auf dem Fahrzeugdach einen Stromüberschlag auslöste, der den S-Bahnzug in Brand setzte. Ol abschalten und erden dauert in der Praxis häufig mehr als eine halbe Stunde, gelegentlich auch Stunden, da ein Bahn-Notfallmanager vor Ort sein muss. Vorher darf die Feuerwehr nicht löschen oder retten. Solange brennt der Zug weiter und die Fahrgäste dürfen den Zug wegen Stromschlaggefahr nicht verlassen. Löschen unter Strom, auch mit Spezialschaum, ist lebensgefährlich. Ol verzögern grundsätzlich die Brandlöschung und Rettung von Fahrgästen. Ol-Strecken sind für Rettungsdienste schwerer zugänglich (Batzenhäusle), insbesondere für die Luftrettung. Auf fahrdrahtlosen Gleisen kann notfalls ein Helicopter landen oder aus der Luft retten, unter Fahrdraht keinesfalls. Bei Entgleisungen bergen die Fahrleitungsmasten ein zusätzliches Kollisionsrisiko. Es gibt Unfallbeispiele, auch in Deutschland, wo solche Kollisionen in Verbindung mit einem Lichtbogen aus der Ol eine Katastrophe ausgelöst haben. An beschrankten Bahnübergängen passieren auf Ol-Strecken häufig Unfälle durch Lkw, die mit dem Kranausleger, der Kippmulde usw. dem Fahrdraht zu nahe kommen oder darin hängen bleiben. Vögel, Eichhörnchen usw. verenden häufig in Oberleitungen. Laut Eisenbahnbundesamt kommen je Streckenkm weit mehr Vögel im überwiegend el. Bahnbetrieb um als auf der Straße. Auch das bahneigene 110 kV-Hochspannungsnetz ist für Vögel gefährlich. Sogenannter Seilanflug kostet in Hochspannungsstromtrassen in Feuchtgebieten jährlich bis zu 800 Vögel je Trassenkm das Leben. Das 110 kV-Bahnstromnetz ist rund 7800 km lang. Jede elektrische Bahnstrecke wird anteilig über diese Stromtrassen versorgt, verursacht also einen Teil dieser Bahnstromopfer mit und trägt zum Flächenverbrauch und E-Smog durch Hochspannungetrassen bei. Bundesweit passieren in einem Jahr rund 25 Personenunfälle durch Bahnstromschlag, teils tödlich, teils mit lebenslangen schweren inneren Verbrennungen. Bahnstrommasten und Kesselwagen sind außerhalb von eingezäunten Hochgeschwindigkeitsstrecken frei zugänglich und bei ruhendem Verkehr vor allem für Jugendliche eine tödliche Gefahr.

Die Elztalbahn-Bürgerinitiative bedankt sich an dieser Stelle schon einmal beim Bürgermeister der Stadt-Waldkirch Herrn Roman Götzmann, insbesondere aber bei den Gemeinderäten Herrn Klaus Detel und Herrn Nikolaus Wernet für die Unterstützung der Forderungen bzw. Einwendungen der Elztalbahn-BI unter Punkt 1 (Minimierung elektromagnetischer Felder - Elektrosmog - nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 Drucksache 547/15) und Punkt 2 (Reduktion von Lärm und Erschütterungen)
 
Schade finden wir, dass die Stadt-Waldkirch nicht die fehlende Alternativen-Prüfung in den Planunterlagen zu zukunftsweisenden Antriebstechniken eingefordert hat.

Schade finden wir auch, dass die Stadt-Waldkirch die unsachliche Verknüpfung von Elektrifizierung und Halbstundentakt in den Planunterlagen nicht erkannt hat und dieser anscheinend nur mittels elektrischen Betrieb über Oberleitungen zu erreichen ist. Laut ZRF wäre ein Halbstundentakt jetzt schon, auch ohne eine Elektrifizierung, möglich.

Schade finden wir zudem, dass die Stadt-Waldkirch nicht erkannt hat, dass der Halbstundentakt ab Waldkirch und somit das ganze Elektrifizierungs-Projekt abhängig ist von der Funktionssicherheit des BÜ Batzenhäusle. Würde trotz Umbaus des BÜs durch die LKW-Problematik dort eine neuerliche langsam-Fahrstelle entstehen, wäre laut ZRF ein Halbstundentakt ab Waldkirch nicht mehr möglich, da kein zeitlicher Puffer mehr vorhanden ist. In diesem Fall wäre eine Elektrifizierung umsonst erfolgt. Warum der Umbau des BÜ nicht zwingend Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens war, ist für die BI nicht nachvollziehbar. Hoffen wir, dass die Theorie auch in der Praxis funtioniert. Die Elztalbahn-Bürgerinitiative hat auf jeden Fall darauf hingewiesen!

Die Immobilienbesitzer und Anwohner haben sich in der Vergangenheit in Kenntnis und Akzeptanz der besonderen Bedingungen an der Bahnlinie niedergelassen und haben dort investiert. Mehrere Generationen haben sich mit den bisherigen Umständen arrangiert. Um auch in Zukunft lebenswert an der Bahn wohnen zu können, sollten sich alle Anwohner mit den geplanten Umbaumaßnahmen beschäftigen, um nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Bürgermeister, Behörden und Bauträger sind in Ausübung ihrer ordnungs-, sicherheits- und gesundheitspolitischen Aufgaben allen Bürgern gegenüber verpflich­tet, gesundheitsgefährdende Emissionsbelastungen so gering wie möglich zu halten! Wir erbitten deshalb die Solidarität aller Elztäler-Bahnanrainer* für unser Anliegen.
Bitte registrieren Sie sich unter Kontakt oder senden Sie uns eine E-Mail unter:  kontakt@elztalbahn-buergerinitiative.de

 

*Jeder Einzelne ist hier gefragt! Wir wollen doch nicht die Politik den Politikern überlassen?