Aktuell

 

Für den Ausbau der Elztalbahn und die Einführung eines Halb-stundentaktes und für den Einsatz von Schienenfahrzeugen ohne Oberleitung mit alternativer Antriebstechnik

Gegen eine Elektrifizierung mit Oberleitungen ohne vollständige Anwendung des Minimierungsgebots der Bundesregierung                                                            

Geplant war ursprünglich die Einführung eines Halbstundentaktes durch Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn. Der Elztalbahn-Bürgerinitiative und zahlreichen Elztalbahn-Anwohnern entsteht allerdings immer mehr der Eindruck als ginge es hier vielmehr um eine Sanierung bzw. Elektrifizierung der Elztalbahn auf Staatskosten unter dem Deckmantel der Einführung eines "sogenannten" Halbstundentaktes. Die BI begrüßt ausdrücklich die Einführung eines Halbstundentaktes, stellt aber die Machbarkeit bzw. Fahrbarkeit bezüglich der prognostizierten Mehrverkehre auf der Rheintalbahn deutlich in Frage. Dies bestätigt, daß lediglich von Waldkirch bis Bleibach der Halbstundentakt erweitert werden soll und bis Elzach nur zu Hauptzeiten. Und ob der bereits existierende Halbstundentakt bis Waldkirch, aufgrund nicht vorhandener Pufferzeiten, überhaupt aufrechterhalten werden kann ist ebenso fraglich. Weiter ist geplant, verschiedene Stationen zwischen Denzlingen und Freiburg zu den Hauptzeiten mehrheitlich nicht mehr zu bedienen (Kenntnisstand 18.09.17). Der Wegfall von Stationen wurde allerdings vom ZRF in Abrede gestellt. Dem stellen wir jedoch den Prüfbericht der Fahrbarkeitsprüfung des ZRF entgegen, wonach sogar von einem stündlichen Wegfall dieser Stationen gesprochen wird. Die BI fordert Fahrplanstabilität und Betriebsqualität.

Von einer kaum nenneswerten bzw. offensichtlich zweifelhaften Verbesserung von Zugverbindungen trotz enormer Elektrifizierungskosten ist für die BI somit die Zweckmäßigkeit des Vorhabens nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund haben IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und Elztalbahn-BI gemeinsam eine Petition beim Landtag eingereicht. Weit über 1.000 Personen mit einer unmittelbaren Betroffenheit von 80% haben die Petition unterstützt. Gefordert wurde u.a. der Einsatz von Batterie-, Brennstoffzellen- oder Hybridzügen.

http://www.openpetition.de/!elztalbahn2020

Durch die unsachgemäße Verknüpfung von Halbstundentakt und Elektrifizierung wurden jedoch alternative Antriebe auf der Elztalbahn nie ernsthaft in Erwägung gezogen bzw. überhaupt geprüft. Für die BI ist die Elektrifizierung einer Nebenstrecke wie der Elztalbahn aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar und aus Gründen des Klimaschutzes ist ein positiver Effekt eher gering. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erklärt hierzu: „Insbesondere auf Nebenstrecken, an denen Oberleitungen unwirtschaftlich...." Landesverkehrsminister Winfried Hermann sagt zur Elektrifizierung von nahezu 100% der Strecken in Baden-Württemberg der Schwäbischen Zeitung: "Bei einer Elektrifizierung gehe es nicht nur um Oberleitungen. Eine Alternative seien mit Batterie, Brennstoffzellen oder Hybrid betriebene Schienenfahrzeuge."

Unterdessen wäre z.B. der für eine elektrifizierte Elztalbahn vorgesehene Zugtyp Talent 3 von Bombardier auch als Batterietriebzug Talent 3 "BEMU" für teilelektrifizierte Strecken lieferbar. Der BI stellt sich hier die berechtigte Frage, ob diese Möglichkeit nicht sinnvoller wäre und sachlich überprüft werden sollte. Der "BEMU" würde sich zwischen Freiburg und Denzlingen (Rheintalbahn) an der Oberleitung aufladen und zwischen Denzlingen und Elzach (Elztalbahn) ohne Oberleitung und mit Batterie fahren. Eine kostenintensive Elektrifizierung durch Infrastrukturausbau für  Oberleitungen wäre somit nicht mehr notwendig und eine zeitintensive Umbauphase würde ebenfalls wegfallen. Zudem wären zahlreiche Grundstücksabtretungen für die von vielen Anwohnern stark kritisierte Elektrifizierung  und zugesagte Minimierungsmaßnahmen (Elektrosmog) in Batzenhäusle nichtig. Der "BEMU" wäre zeitlich früher einsatzbereit, kostengünstig, energieeffizient, emissionsfrei und somit umwelt- und klimafreundlicher. Klimawandelbedingte Oberleitungsschäden und Betriebsstörungen durch Kollisionen mit der Oberleitung an BÜ wären ausgeschlossen. Ein oberleitungsfreier Schienenverkehr würde auch den Stromtod von Mensch und Tier vermeiden. Auch in Bezug auf Feinstaub und CO2 wäre der Batteriezug im Gegensatz zu einer technisch veralteten Standard-Elektrifizierung zukunftsweisend, da immerhin noch 58% des Bahnstroms aus klimaschädlichen Atom- und Kohlekraftwerken stammt und somit aus fossilen Energieträgern.

Das seit 2016 betriebene und vom Bundesverkehrsministerium geförderte Projekt soll schon ab 2018/19 betriebsbereit sein. Eine elektrifizierte Elztalbahn hingegen wohl frühestens 2020/21. Eine Anpassung des Ausschreibungsnetzes der Elztalbahn für Batterie-, Brennstoffzellen-(Wasserstoff) bzw. Hybridzüge hält die Elztalbahn-BI für zwingend erforderlich.

Wir lassen uns nicht abhängen! Die Zukunft ist greifbar!

https://www.now-gmbh.de/content/1-aktuelles/1-presse/20170221-fachkonferenz-elektromobilitaet-vor-ort/1_14_vonmach_bemu.pdf 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/erster-wasserstoff-zug-hessens-gestartet-15540616.html

 

Die Elztalbahn-BI fordert die im Zuge der Offenlegung am 14.02.2018 vom Regierungspräsidiums-Freiburg dem Vorhabenträger (DB Netz AG) auferlegte vollständige Einhaltung des Minimierungsgebots nach § 4 Abs. 2 der 26. BImSchV (26. BImSchVVwV) der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 (Drucksache 547/15) zur Durchführung der Verordnung über elektromagnetische Felder mit dazugehörigem Bundesrats-Beschluss vom 18.12.2015.

DB Netz AG macht vor dem RP-Freiburg zum Erörterungstermin Zusage zu Minimierungsmaßnahmen in Batzenhäusle!