Kosten / Nutzen

Die Kosten des Ausbau und der Elektrifizierung der Elztalbahn sind von den ursprünglich festgesetzten 19 auf bisher weit über 66 Millionen Euro angestiegen.

Von weiteren Kostensteigerungen ist auszugehen. Zudem ist von hohen Folgekosten, durch Schadensbehebung (Nachschleifen und Einbau von Schmieranlagen) wegen der nicht zur Strecke passenden Elektrozüge (siehe Münstertalbahn), ebenfalls auszugehen. Eine Elektrifizierung lohnt sich laut Grüne S.H. nur bei stark befahrenen Strecken. Aus volkswirtschaftlichen Gründen somit nicht vertretbar und somit unwirtschaftlich. Eine Elektrifizierung wäre nach groben Schätzungen etwa 4 x teurer wie der Einsatz mit alternativer Antriebstechnik wie z.B. Batterie- oder Brennstoffzellenzügen. Auch würden sich die Umbauarbeiten ohne Elektrifizierung zeitlich deutlich reduzieren.

Anhörungsbehörde ist das Regierungspräsidium Freiburg. Planfeststellungsbehörde das Eisenbahnbundesamt. Bauherr ist die Deutsche Bahn. Die Kosten werden wie folgt verteilt: Der Bund übernimmt 60%. Das Land übernimmt 20%. Der ZRF übernimmt 20% + die Planungskosten. Bis Ende 2018 muss der Ausbau fertiggestellt sein, damit bis Ende 2019 abgerechnet ist. Ansonsten stehen bereitgestellte Mittel des Bundes nicht mehr zur Verfügung. Die Bauzeit beträgt ca. 8 Monate.

Der Nutzen des Ausbaus und der Elektrifizierung ist lediglich ein zusätzlicher durchgängiger Halbstundentakt von Waldkirch über Kollnau bis Gutach.

Buchholz, Batzenhäusle und Waldkirch haben bereits einen durchgängigen Halbstundentakt. Kollnau, Gutach und Bleibach bekommen werktags einen erweiterten Halbstundentakt. Niederwinden, Oberwinden und Elzach bekommen keinen Halbstundentakt, trotz Ausbau und Elektrifizierung. Auch ist eine Sicherstellung des Halbstundentaktes aufgrund der prognostizierten Mehrverkehre auf der Rheintalbahn und der Funktionssicherheit des BÜ Batzenhäusle zweifelhaft.

Auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden gesundheitsgefährdenden Mehrbelastungen der Bahnanwohner sollte der Aufwand, also die Kosten des Projektes, im angemessenen Verhältnis zum Nutzen des Projektes stehen, um gerechtfertigt zu sein.

Ein Halbstundentakt ist laut ZRF auch ohne Elektrifizierung möglich, da nur ein Ausweichgleis gebaut werden muss!

Der Kosten-Nutzen-Koeffizienz-Faktor beträgt lediglich 1,25 und ist somit unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt.