Lärm / Erschütterungen

An der elektrifizierten Münstertalbahn ist es zu einer steigenden Lärmbelastung bis 95 dB gekommen. 

Die Grenzwerte liegen am Tag von 6 – 22 h bei 59 dB und in der Nacht von 22 – 6 h bei 49 dB. 10 dB mehr bedeutet eine Verdopplung der Lärmlast. Der RS1 hatte bis zu 80 dB. Auch bei Elektrozügen im Abstellmodus kommt es zu steigender Lärmbelastung durch laute Druckluftstöße, laufende Heiz- und Kühlaggregate, Transformatorenölpumpen und Bremstests. Schuld am gestiegenen Lärm an der Münstertalbahn sind die nicht zur Strecke passenden Züge mit ungeeigneten starren Drehgestellen anstatt mit hydraulischen Achslenkern. Auf Straßen werden mittlerweile überall lärmmindernde Maßnahmen vollzogen (30 Zone)! Dies gilt für Züge, welche mit 80-100 km/h durch Wohngebiete brettern, wohl nicht?

Bei der elektrifizierten Elztalbahn wird es laut DB zu einer steigenden Erschütterungsbelastung um die 25% kommen. An der bereits elektrifizierten Münstertalbahn kam es sogar zu bis zu 40% mehr Erschütterungen.

Besonders in Kurven und beim überfahren von Stahlbrücken aber auch durch Austausch von Holz- in Betonschwellen. Die alte RS1 Diesellok hat ein Gewicht von 40t. Die neuen Talent2 Elektrozüge haben ein Gewicht von 114t und sind dreiteilig. Auch wäre beim Dreiteiler die Fahrgastkapazität deutlich geringer. Und beim Vierteiler die Bahnsteiglänge von 140m zu kurz. Die DB möchte das Schienennetz als S-Bahn deklarieren, obwohl sich auf die Ausschreibung bis jetzt nur Regionalbahnen (SWEG- Bombadier und DB Regio-Alstom) beworben haben. Laut Gutachten sind aber beide Züge (sowohl Bombadier als auch Alsom) viel zu schwer für unseren nur mäßig ausgebauten Oberbau des Gleiskörpers mit einer zugelassenen Achslast von 22,4 t (siehe Hecht-Gutachten Berlin/B.I.M. Münstertalbahn). Die Abnutzung der Gleise und der Züge wäre zu hoch. Quitschen und Dröhnen wären die Folge. Auch durch Nachschleifen und dem Einbau von Schmieranlagen wären hohe Kosten die Folge. Zudem könnte es wegen der Lärmlast wieder zu Langsam-Fahrstrecken kommen und somit wäre der Halbstundentakt möglicherweise in Gefahr. Die Situation an der bereits elektrifizierten Münstertalbahn zeigt uns, dass es zu deutlichen Mehrbelastungen durch Bahnlärm gekommen ist. Die Folgen sind nun Lärmminderung durch Langsamfahren.

Nächtlicher Verkehrslärm führt zu Schlafstörungen und kann somit zu Herz- und Kreislauferkrankungen, Übergewicht und Diabetes führen.

 

Links zum Thema Lärm und Erschütterungen:
Bürgerinitiative Münstertalbahn (B.I.M)
www.bimuenstertalbahn.de                                                                                                                

Bürgerinitiative-Kaiserstuhlbahn                                                                                                   www.bi-kaiserstuhlbahn.de