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Für den Ausbau der Elztalbahn und einen durchgängigen Halbstundentakt bis Elzach und für den Einsatz von emissionsfreien, klimaneutralen Zügen ohne Oberleitung

Gegen eine kostenintensive Elektrifizierung mit risikobehafteter Fahrbarkeit und ohne erkennbaren Nutzen und gegen eine Elektrifizierung ohne vollständige Anwendung des Minimierungsgebots der Bundesregierung 


Angekündigt wurde ursprünglich die Einführung eines Halbstundentaktes für das gesamte Elztal durch Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn. Nicht so deutlich erwähnt wurde, daß das erste Drittel der Strecke bis Waldkirch bereits über einen Halbstundentakt verfügt und beim zweiten Drittel bis Bleibach ein Halbstundentakt bereits jetzt schon fahrbar wäre. Beim dritten Drittel bis Elzach waren ursprünglich 12 zusätzliche Züge pro Tag geplant, also ein Halbstundentakt. Auf einer Veranstaltung des Bürgerbündnis-Elztalbahn-Jetzt in Elzach wurden dann noch 8 zusätzliche Züge zugesagt. Mittlerweile geht man nur noch von 4 bis max. 6 zusätzlichen Zügen aus ...

Dieser Erkenntnis zum Trotz, wird in Elzach weiterhin von einem Halbstundentakt gesprochen der schon lange keiner mehr ist. Zahlreichen Elztälern entsteht hierdurch immer mehr der Eindruck, als ginge es nur zweitrangig um die Einführung eines Halbstundentaktes. 

Bei der 2. Offenlage zum Kreuzungsbahnhof in Gutach richten sich die Einwendungen der Gutacher allesamt gegen die fehler- und lückenhafte Planunterlagen individueller baulicher Belange und nicht gegen das Gesamtprojekt. Inwiefern Einigungen beim Erörterungstermin zum Kreuzungsbahnhof Gutach erfolgt sind und dann auch bei der 2. Offenlage umgesetzt wurden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Da auch die von Enteignung betroffenen Gutacher vor dem Planfeststellungsverfahren nicht einmal darüber informiert wurden, daß ihr Grundstück zum Ausbau benötigt wird und es eine Einwendungsfrist dazu gibt, also über ihre Köpfe hinweg geplant wurde, sind auch diese Einwendungen und die daraus resultierenden Verzögerungen eine logische Konsequenz dieser inakzeptablen Vorgehensweise.


Offener Brief von IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und Elztalbahn-BI: Wie bei "Stuttgart 21" werden beim Bauvorhaben "Ausbau Elztalbahn 2018_neu" Kosten schöngerechnet, Risiken bzw. kritische Sachverhalte ausgeblendet oder schöngeredet, Sachverständigen-Gutachten ignoriert, Probleme der Fahrbarkeit geleugnet und das Zugmaterial nicht ausreichend berücksichtigt

Im Vorfeld möchten IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und Elztalbahn-BI darauf hinweisen, dass wir nur aufgrund der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen gemäß des Informationsfreiheitsgesetzes Schlussfolgerungen ziehen können. Sollten uns, wie in der Vergangenheit bereits geschehen, angeforderte Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt worden sein, kann es selbstverständlich zu unterschiedlichen Statements kommen. In diesem Fall sollten uns umgehend diese Unterlagen zur Verfügung gestellt werden!

Nach Ansicht der IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und der Elztalbahn-BI ist es unerlässlich die o.a. elementaren Punkte im Vorfeld sachlich und fachlich versiert zu klären um einen funktionierenden und zuverlässigen Halbstundentakt bis Elzach und für das gesamte Elztal sicherzustellen. Hierzu gehört die empfohlene, über das vorliegende Gutachten hinausgehende Bewertung der Fahrbarkeit. Desweiteren die Berücksichtigung der Zuglänge in Bezug auf die Bahnsteiglänge aufgrund der zu berücksichtigenden Pufferzeiten bei Über- oder Unterbremsung.

Wir fordern, aufgrund einer zumindest risikobehafteten Betriebsqualität bzw. Fahrplanrobustheit und somit Fahrbarkeit  aufgrund der prognostizierten Mehrverkehre auf der Rheintalbahn seit der Fahrbarkeitsprüfung 2013, dringend eine eingehende Prüfung des Realisierungskonzeptes, denn die elektrifizierte Elztalbahn wird voraussichtlich erst 2021 ans Netz gehen.

 

04.06.2018: Zeitungsartikel in der BZ "Noch viele Fragen offen", Offener Brief der IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und der Elztalbahn-BI: https://www.badische-zeitung.de/gutach-im-breisgau/noch-viele-fragen-offen-x3x--153212112.html

04.07.2018: Zeitungsartikel in der BZ "Elztalbahn: Bau startet erst 2020" Antwort auf den Offenen Brief:  http://www.badische-zeitung.de/kreis-emmendingen/ausbau-der-elztalbahn-beginnt-fruehestens-im-maerz-2020--154249979.html

10.07.2018: Zeitungsartikel in der BZ "Projekt darf nicht scheitern" vom Bürgerbündnis-Elztalbahn-JETZT:  http://www.badische-zeitung.de/elzach/projekt-darf-nicht-scheitern--154449103.html

11.07.2018: Zeitungsartikel in der BZ "Verzögerung bei der Elztalbahn" vom ZRF: http://www.badische-zeitung.de/kreis-breisgau-hochschwarzwald/verzoegerung-bei-der-elztalbahn--154504457.html

11.07.2018: Leserbrief in der BZ "Das schlägt dem Fass den Boden aus": https://www.badische-zeitung.de/kreis-emmendingen/leserbriefe-x7jqkssqx--154497782.html

17.07.2018: Zeitungsartikel in der BZ "Räte wollen schnelle Realisierung" http://www.badische-zeitung.de/elzach/raete-wollen-schnelle-realisierung--154692567.html

17.07.2018: Zeitungsartikel in der BZ "Elztalbahn-BI: Realität ist eine andere" http://www.badische-zeitung.de/elzach/elztalbahn-bi-realitaet-ist-eine-andere--154692555.html

19.07.2018: Zeitungsartikel im Elztäler Wochenbericht "Elztalbahn-Bürgerinitiative /Diskussion: Elztalbahn Ausbau  https://de.calameo.com/read/003743820394f309f2a0d

21.07.2018: Artikel in Regiotrends "Elztalbahn-BI: Für einen echten Halbstundentakt bis Elzach" https://www.regiotrends.de/de/regiomix/index.news.379975.html

21.07.2018: Artikel in Regiotrends "IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach: Einwendungen waren wegen individueller baulicher Belange" https://www.regiotrends.de/de/regiomix/index.news.379973.html

22.07.2018: Zeitungsartikel in Der Sonntag "Schrille Töne und harte Vorwürfe" http://img.der-sonntag.de/dso epaper/pdf/DS_bre_22.07.2018.pdf

23.07.2018: Artikel in Regiotrends "Elztalbahn-BI betreffend Elektrosmog zum Artikel in Der Sonntag: "Schrille Töne und harte Vorwürfe" https://www.regiotrends.de/de/regiomix/index.news.380131.html

 

17.07.2018: Pressemitteilung der Elztalbahn-BI: Realität ist eine andere

Stellungnahme der Interessengemeinschaft-Kreuzungsbahnhof-Gutach (IG) und der Elztalbahn-Bürgerinitiative (BI) zum BZ-Artikel
„Projekt darf nicht scheitern“ vom überparteilichen Zusammenschluss von kommunalpolitisch Aktiven, dem angeblichen  „Bürgerbündnis (BB)“ Elztalbahn-Jetzt

Bei der zweiten Offenlage der geänderten Baupläne ging es nicht, wie vom BB erklärt, um „die Elektrifizierung und teilweisen Ausbau der Elztalbahn", sondern um die geänderten Baupläne zum Kreuzungsbahnhof-Gutach. Nur durch lang andauernde und zähe Verhandlungen der IG, einen hohen finanziellen Aufwand der Anwohner und mit Hilfe kompetenter Anwälte ist eine Einigung erzielt worden. Kein Politiker des BB hat die IG hierbei unterstützt. Inwiefern die Einigung dann in der zweiten Offenlage umgesetzt wurde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Vielmehr war die zweite Offenlage der DB Netz AG derart lücken- und fehlerhaft, dass die zahlreichen Einwendungen eine zwingende Konsequenz dieser unzureichenden Planungsunterlagen waren. Dass die DB Netz AG nun die Einwendungen als Grund für die Verzögerung nennt, lässt den Eindruck entstehen, dass bewusst eine unreife Planung offengelegt wurde um Zeit zu gewinnen und einen Schuldigen zu präsentieren. Die DB Netz AG alleine ist für die Verzögerungen verantwortlich und nicht die IG, die BI oder die Einwender. Die vom BB angegebene Anzahl von 4.000 Einwendungen ist für die BI jedoch nicht nachvollziehbar.

Laut BB muss die "wichtigste Lebensader der Region" ausgebaut werden. Allerdings sollte sie in Bezug auf die prognostizierten Mehrverkehre auf der Rheintalbahn auch "zukunftssicher gemacht werden", so die BI. Und dazu gehört u.a. eine empfohlene über das vorliegende Gutachten hinausgehende Bewertung der Fahrbarkeit. Zur "Optimierung", wie es das BB formuliert, gehört sicher keine risikobehaftete

Fahrbarkeit. Die Problematik der sich überlappenden Züge der Elztalbahn und der Rheintalbahn könnte zumindest zu einer risikobehafteten Betriebsqualität führen, insbesondere durch die prognostizierten Mehrverkehre auf der Rheintalbahn seit der Fahrbarkeitstudie aus dem Jahre 2013, so die BI. Die elektrifizierte Elztalbahn soll frühestens 2021 ans Netz gehen.

Zur Aussage des BB "Einige würden sogar die Notwendigkeit eines Ausbaus mit der Behauptung, es gebe keinen Bedarf, in Abrede stellen" kann die BI lediglich hinzufügen, dass sie für den Ausbau und die Einführung eines Halbstundentaktes ist, aber das Zugmaterial nicht ausreichend berücksichtigt sieht, da der bestellte Talent3 (2x4-teilig) zu lang ist für die Bahnsteige und es hierdurch zu erheblichen Verspätungen kommen wird und als Alternative der Talent3 (2x3-teilig) von der Fahrgastkapazität viel zu gering bemessen ist.

Laut BB "gebe es keinen Halbstundentakt ab Waldkirch talaufwärts" wenn die Elektrifizierung scheitere und es droht "mittelfristig das komplette Aus für die Elztalbahn" und "als einzige Alternative bliebe dann nur der Dieselbetrieb". Diese Aussage ist falsch und pure Stimmungsmache, so die BI. Bereits heute ist die Erkenntnis gesichert, dass der Halbstundentakt auf jeden Fall bis Bleibach fahrbar ist. Vom BB ist das auf der einen Seite Angstmacherei und auf der anderen eine indirekte Anerkennung der Problematik um bei einem eventuellen Scheitern einen Schuldigen präsentieren zu können um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Auch wurde vom BB nicht erwähnt, dass die bereits bestellten Züge des Talent3 auch auf Batteriebetrieb umrüstbar sind, ganz ohne Oberleitung. Dies bestätigt der BI zudem, dass ein Halbstundentakt nach wie vor unsachgemäß mit einer Elektrifizierung verknüpft wird. Den Elztälern entsteht dadurch immer mehr der Eindruck, als ginge es nur zweitrangig um die Einführung eines Halbstundentaktes.

Eine risikobehaftete Betriebsqualität bzw. Fahrplanstabilität werden alle Elztäler zu spüren bekommen. Ein Projekt bei dem von Anfang an viel zu viel versprochen wurde und im Endeffekt von den ursprünglich zugesagten 12 zusätzlichen Zügen pro Tag für Elzach nur noch 4 bis max. 6 übrigbleiben, bestätigt der BI wiederum die Problematik der Fahrbarkeit.

Die von Herrn Hirschbolz und dem Bürgerbündnis aus Kommunalpolitikern populistisch geführte Diskussion in Trump`scher Manie mit alternativen Fakten ist keineswegs zielführend und hat bisher noch zu keiner Problemlösung beigetragen. Um einen funktionierenden und zuverlässigen Halbstundentakt bis Elzach und für das gesamte Elztal sicherzustellen, sollten diese Punkte sachlich und fachlich versiert geklärt werden, so die BI.

Bettina Kuny, Jasmin Anders, Niklas Vartmann


Die Elztalbahn-BI fordert u.a. auch die im Zuge der Offenlegung am 14.02.2018 vom Regierungspräsidiums-Freiburg dem Vorhabenträger (DB Netz AG) auferlegte vollständige Einhaltung des Minimierungsgebots nach § 4 Abs. 2 der 26. BImSchV (26. BImSchVVwV) der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung vom 11.11.2015 (Drucksache 547/15) zur Durchführung der Verordnung über elektromagnetische Felder mit dazugehörigem Bundesrats-Beschluss vom 18.12.2015 für die gesamte Strecke.

Herr Günther Lohr von der DB ProjektBau der DB Netz AG macht beim Erörterungstermin vor Herrn Nikolaus Grünthal vom RP-Freiburg eine Zusage zu Minimierungsmaßnahmen in Batzenhäusle!