Kein Halbstundentakt für Elzach trotz Elektrifizierung?


NOTBREMSE JETZT!


Die Elztalbahn-Anwohner fordern den Verzicht auf eine kostenexplodierende Elektrifizierung mittels Oberleitungen ohne erkennbaren Nutzen!

Ein Halbstundentakt bis Bleibach ist allemal mit dem Einsatz moderner, oberleitungsloser, kosten-günstiger, emissionsfreier, klimafreundlicher und somit zukunftsweisender Antriebe zu realisieren!


Liebe Elztäler, liebe Elzacher, liebe Elztalbahnanwohner,

die Elztalbahn-BI und zahlreiche Anwohner sind grundsätzlich für den Ausbau und die Einführung eines Halbstundentaktes auf der Elztalbahn. Aber Ziel war u.a. die Einführung eines Halbstundentaktes bis Elzach und den wird es trotz einer Elektrifizierung aufgrund der Fahrbarkeit so nicht geben. Zudem gehen wir wegen prognostizierter Mehrverkehre auf der Rheintalbahn weiterhin von einem Auslassen von Haltestellen aus. Wo bleibt da Sinn und Zweckmäßigkeit des zeitaufwendigen, kostenintensiven und kostenexplodierenden Bauvorhabens?

Die Elztalbahn-BI lehnt eine Elektrifizierung u.a. aufgrund des mithin fehlenden Öffentlichen Interesses und auch angesichts der zahlreichen drohenden Enteignungen im zwei- bis dreistelligen Bereich ab!

Zieht endlich die Notbremse! Die Elztalbahn-Anwohner appellieren an die Vernunft der Entscheidungsträger und fordern den Verzicht auf eine Elektrifizierung mit explodierenden Kosten, einer nur zweifelhaften Fahrbarkeit bzw. Verbesserung von Zugverbindungen und ohne erkennbaren Nutzen. 

Ein Halbstundentakt bis Bleibach wäre ebenso durch den Einsatz leiser, moderner, emissions- und CO2-freier und somit klimafreundlicher Antriebe zu realisieren.  Doch durch unsachgemäße Verknüpfung von Halbstundentakt und Elektrifizierung wurden alternative Antriebe nicht geprüft. Alternative Antriebe um ein Vielfaches günstiger, eine zeitaufwendige Umbauphase würde entfallen, es gäbe keine zahlreichen Enteignungen für Oberleitungsträger etc. und keine gesundheitsgefährdenden Belastungen der gleisnahen Anwohner durch Bahnstrom. Desweiteren könnte ein oberleitungsloser Antrieb auf der Elztalbahn, u.a.  bei klimawandelbedingten Oberleitungsausfällen, die Versorgung anderer Strecken auf der Breisgau-S-Bahn übernehmen und wäre somit zukunftsweisend. 


"Elztalbahn 2018_Neu" = Stuttgart_21"  

Wie beim Bauprojekt Stuttgart_21 werden beim Bauvorhaben Ausbau Elztalbahn 2018_Neu Kosten schöngerechnet, der Nutzen schöngeredet, Risiken und kritische Sachverhalte ausgeblendet, Sachverständigen-Gutachten ignoriert, Probleme der Fahrbarkeit geleugnet und das Zugmaterial nicht ausreichend berücksichtigt.


Geplant war ursprünglich einmal die Einführung eines Halbstundentaktes durch Ausbau und Elektrifizierung auf der gesamten Strecke. Nicht so deutlich erwähnt wurde, daß das erste Drittel der Strecke bis Waldkirch bereits über einen Halbstundentakt verfügt und beim zweiten Drittel bis Bleibach ein Halbstundentakt bereits jetzt schon fahrbar wäre. Beim dritten Drittel bis Elzach wird es aufgrund der Fahrbarkeitsproblematik aber keinen Halbstundentakt geben, trotz Ausbau und Elektrifizierung samt Kostenexplosion. Sondern lediglich eine sehr geringe Anzahl zusätzlicher Züge zu den Stoßzeiten. Und diese auch nur dann, wenn es die Fahrbarkeit überhaupt zulässt. Das kann man beim besten Willen nicht mehr als Halbstundentakt bezeichnen.

Eine Elektrifizierung scheint gewollt. Nicht aber ein Halbstundentakt, wie man am Beispiel Elzach unschwer erkennen kann. Angesichts der wohl nicht zu verleugnenden Fahrbarkeitsproblematik ist es unerlässlich, elementare Punkte zur Fahrbarkeit im Vorfeld sachlich und fachlich versiert zu klären um einen funktionierenden und zuverlässigen Halbstundentakt bis Elzach und für das gesamte Elztal sicherzustellen. Ein Widerlegen der Fahrbarkeitsproblematik ohne jeglichen Fahrbarkeitsnachweis ist unseres Erachtens nach nicht möglich.

Der Fahrbarkeitsproblematik zum Trotz spricht das "Bürger"bündnis-Elztalbahn-JETZT weiterhin von einem Halbstundentakt für Elzach, der angeblich nur mit einer Elektrifizierung zu erreichen ist.

Wir fordern eine ernsthafte Prüfung des Realisierungskonzeptes aufgrund einer zumindest risikobehafteten Betriebsqualität bzw. Fahrplanrobustheit und somit Fahrbarkeit. Ein Nachweis für die Fahrbarkeit zusätzlicher Verkehre bis Elzach fehlt. Wir fordern die fehlende Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung in der Fahrbarkeitsprüfung. Zudem fordern wir eine über das vorliegende Gutachten hinausgehende Bewertung der Fahrbarkeit. Desweiteren fordern wir eine Neubewertung der Kosten-Nutzen-Analyse.

IG-Kreuzungsbahnhof und Elztalbahn-BI haben angesichts der Situation eine Petition eingereicht. Der Petitionsausschuss des Landtags Baden-Württemberg hat die Petition angenommen und an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags abgegeben. Das zuständige Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist eine Behörde des Bundes.


Petition

IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und Elztalbahn-BI / An den Petitionsausschuss des Landtags / "Neubewertung der Ausbaustufe 2018_neu Breisgau-S-Bahn 2020, Strecke 4311, Freiburg-Elzach". Die Petition wurde von rund 1.100 Personen mit einer direkten Betroffenheit von ca. 75% unterstützt.

http://www.openpetition.de/!elztalbahn2020


Zahlreichen Elztälern entsteht hierdurch immer mehr der Eindruck, als ginge es nur zweitrangig um die Einführung eines "sogenannten" Halbstundentaktes und erstrangig um eine "Luxussanierung" der DB-Strecke auf Staatskosten.

Die Elztalbahn-BI ist für den Ausbau, jedoch können wir die Elektrifizierung einer Nebenstrecke wie der Elztalbahn wegen der Fahrbarkeitsproblematik, aus volkswirtschaftlichen Gründen und aus Gründen des Klimaschutzes (CO2-Ausstoss) nicht vertreten. Die Einführung eines Halbstundentaktes von Waldkirch bis Bleibach und darüber hinaus, lässt sich zudem auch mit modernen, zukunftsweisenden, oberleitungslosen, leisen, emissionsfreien, CO2-freien und somit klimafreundlichen Antrieben realisieren. Ohne Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken. Zudem wären alternative Antriebe kostengünstig und es wären keine zeitaufwendigen Umbaumaßnahmen und unangenehme Enteignungen notwendig.


Alternativen zur Elektrifizierung

Wasserstoff-Zug mit Brennstoffzellentechnik im Schwarzwald erfolgreich getestet: 

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/Offenburg-Testversuch-auf-Schienen,meldung-24494.html


Eine Oberleitung wäre hingegen kostenintensiv aber technisch veraltet und zudem störanfällig. Zudem wären zahlreiche Anwohner wegen der gleisnahen Bebauung, der Nähe zur Oberleitung und der damit verbundenen potenziellen Krebsgefahr durch elektromagnetische Felder ausgesetzt. Eine Elektrifizierung akzeptieren wir nur mit vollumfänglicher Anwendung und Ausschöpfung des Minimierungsgebot der Bundesregierung und den Maßnahmen zur Reduzierung elektromagnetischer Felder.  Eine Elektrifizierung ohne erkennbaren Nutzen lehnt die Elztalbahn-BI ab.


Bahnstrom / Minimierung Elektrosmog 

Eine Elektrifizierung akzeptiert die Elztalbahn-BI aufgrund der gleisnahen Bebauung und der damit verbundenen Magnetfeldbelastung nur mit vollumfänglicher Anwendung und Ausschöpfung des Minimierungsgebots der Bundesregierung zur Reduzierung elektromagnetischer Felder: 

https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2015/0501-0600/547-15.pdf?__blob=publicationFile&v=1


Die Verantwortlichen, Entscheidungsträger und Vorhabenträger sind in der Pflicht, die Rechte der Bahn-Anwohner zu schützen und gesundheitsgefährdende Belastungen so gering wie möglich zu halten, aber auch die Fahrtplanstabilität und Betriebsqualität für Pendler der Elztalbahn zu verbessern, sicherzustellen bzw. zu garantieren.

Auch sind die Verantwortlichen verpflichtet, öffentliche Gelder bzw. die Steuergelder der Bürger, zielgerecht und sparsam einzusetzen.

Hinweis: Nur aufgrund der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen gemäß Informations-Freiheitsgesetzes konnten wir Schlussfolgerungen ziehen. Sollten uns, wie in der Vergangenheit bereits geschehen, angeforderte Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt worden sein, kann es selbstverständlich zu unterschiedlichen Statements kommen. In diesem Fall sollten uns umgehend diese Unterlagen zur Verfügung gestellt werden.


Planfeststellungsverfahren Elztalbahn 

Elztalbahn-BI und rund 230 Anwohner haben zum PFV Ausbau und Elektrifizierung Elztalbahn schätzungsweise 10.000 und zur Planänderung Kreuzungsbahnhof Gutach schätzungsweise 4.000 Einwendungen eingereicht: 

https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/Abt2/Ref24/Seiten/Elztalbahn.aspx


Wir kritisieren zudem

  • die Ignoranz gegenüber der Bedenken der Elztalbahn-BI bezüglich der allgemeinen Machbarkeit des Projektes.
  • das nicht ernstnehmen, kleinreden, belächeln und ignorieren der Ängste und Bedenken der Anwohner.
  • die überholten und fehlerhaften Annahmen im laufenden Planfeststellungsverfahren zu Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn.
  • die fehler- und lückenhaften Planunterlagen zu Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn mit zahlreichen unbeantworteten und offenen Fragen.
  • die nicht gegebenen vertraglichen Grundvoraussetzungen für eine Planfeststellung. Die Planfeststellung und Realisierung der Maßnahme Denzlingen-Elzach (Elztalbahn) kann erst dann erfolgen, wenn zeitgleich und aufeinander abgestimmt auch zusammenhängende, infrastrukturellen Maßnahmen geplant und umgesetzt werden die außerhalb des vorliegenden Planfeststellungsverfahrens liegen. Dies betrifft sämtliche infrastrukturellen Maßnahmen zwischen Freiburg und Elzach, die für die Fahrbarkeit des Halbstundentaktes bis Elzach zwingend erforderlich sind.
  • die fehler- und lückenhaften geänderten Planunterlagen zu Ausbau des Kreuzungsbahnhofs in Gutach. Welche Zusagen beim Erörterungstermin seitens der Bahn gemacht wurden und inwiefern diese dann auch in der Planänderung umgesetzt wurden, steht auf einem ganz anderen Blatt.
  • die Tatsache, dass die von Enteignung betroffenen Elztalbahn-Anwohner vor der Einwendungsfrist zum Planfeststellungsverfahren nicht einmal darüber informiert wurden, dass ihr Grundstück überhaupt für den Ausbau benötigt wird. Also über ihre Köpfe hinweg geplant wurde. Diese Vorgehensweise ist inakzeptabel.
  • die Tatsache, dass Anwohner, welche in Wahrnehmung ihrer Beteiligungsrechte im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen eingereicht haben, für zeitliche Verzögerungen, somit Kostensteigerungen und sogar im Vorfeld für ein eventuelles Scheitern des Vorhabens verantwortlich gemacht werden. Einwendungen sind eigentlich ein wichtiger Pfeiler der Demokratie.
  • die Tatsache, dass Anwohner, welche in Wahrnehmung ihrer Beteiligungsrechte im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen eingereicht haben, als egoistisch gegenüber der Allgemeinheit hingestellt werden.
  • die fehlende Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsbeteiligung der Bürger in den Planungen in der Vergangenheit, zur Intensivierung der nach VwV Öffentlichkeitsbeteiligung der Landesregierung zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung.
  • die Nichteinhaltung des sogenannten Stillhalteabkommens zwischen dem BW-Landtag und der Landesregierung während des laufenden Petitionsverfahrens. Im Interesse der Petenten dürfen grundsätzlich bis zur Entscheidung über die Petitionen keine Verwaltungsentscheidungen getroffen oder Maßnahmen vollzogen werden, gegen die sich die Petitionen richten.
  • das Gegeneinander Aufbringen der Elzacher-Bürger gegen die Elztalbahn-Anwohner durch das sogenannte "Bürger"bündnis-Elztalbahn-Jetzt, ein überparteilicher Zusammenschluss aus Kommunalpolitikern. Die Elzacher als Nutznießer des Ausbaus (Halbstundentakt) werden vom Bürgerbündnis gegen die Elztalbahnanwohner als Betroffene der Elektrifizierung aufgebracht, indem diese als Verhinderer des Halbstundentaktes dargestellt werden, welcher angeblich nur mit einer Elektrifizierung zu erreichen ist. Den es aber so für Elzach garnicht geben wird. Die Elztalbahn-BI und die Elztalbahn-Anwohner werden darüber hinaus als "Bedenkenträger" (aktuell bekanntlich ein negativ besetzter Begriff für "Ewiggestrige", notorische Verhinderer, jeglicher Modernisierung im Wege Stehende usw.) und auch als "Elektrosmog-Esoteriker", "Aluhutfraktion", "Dagegen-BI" oder auch als "Ghostwriter" diffamiert und diskreditiert und ungerechtfertigterweise als Gegner des Ausbaus und somit des Halbstundentaktes darstellt. Nach Meinung der Elztalbahn-BI für ein überparteiliches Bündnis unwürdig und unfair. Die Elztalbahn-BI unterstützt weiterhin die Elzacher Bürger in ihrem Anliegen eines durchgängigen Halbstundentaktes bis Elzach und eine Aufklärung der Elzacher Bürger zu den tatsächlichen Zugzahlen. Im Gegesatz versucht die Elztalbahn-BI immerhin Risiken und Mißstände zu erkennen um elementare Punkte zur Fahrbarkeit im Vorfeld sachlich und fachlich versiert zu klären um einen funktionierenden und zuverlässigen Halbstundentakt bis Elzach und für das gesamte Elztal sicherzustellen.
  • die allgemeinen Anfeindungen der Elztalbahn-BI gegenüber.
  • die mangelhafte Informationspolitik allgemein mit fehlerhaften, irreführenden und verschleierten Informationen.

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