Realisierung Halbstundentakt


Geplant war ursprünglich die Einführung eines sogenannten Halbstundentaktes durch Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn

Einen Halbstundentakt für Elzach wird es aber aufgrund der Fahrbarkeit so nicht geben, trotz Ausbau und Elektrifizie-rung samt Kostenexplosion! Wo bleibt da Nutzen und Zweck-mäßigkeit des Bauvorhabens?


Liebe Elztäler, liebe Elztalbahnanwohner, liebe Elzacher,

geplant war ursprünglich die Einführung eines Halbstundentaktes für das gesamte Elztal durch Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn. Nicht so deutlich erwähnt wurde, daß das erste Drittel der Strecke bis Waldkirch bereits über einen Halbstundentakt verfügt und beim zweiten Drittel bis Bleibach ein Halbstundentakt bereits jetzt schon fahrbar wäre. Beim dritten Drittel bis Elzach wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nur eine sehr geringe Anzahl zusätzlicher Zugverbindungen geben. Und diese auch nur dann, wenn es die Fahrbarkeit überhaupt zulässt. 

Angesichts der wohl nicht zu verleugnenden Fahrbarkeitsproblematik ist es unerlässlich, elementare Punkte zur Fahrbarkeit im Vorfeld sachlich und fachlich versiert zu klären um einen funktionierenden und zuverlässigen Halbstundentakt bis Elzach und für das gesamte Elztal sicherzustellen. Ein Widerlegen der Fahrbarkeitsproblematik ohne jeglichen Fahrbarkeitsnachweis ist unseres Erachtens nach nicht möglich. 

Eine Elektrifizierung scheint gewollt. Nicht aber ein Halbstundentakt, wie man am Beispiel Elzach unschwer erkennen kann. Aufgrund der zweifelhaften Fahrbarkeit und somit eines immer geringer werdenden Nutzens, der sowieso schon dezimierten Anzahl zusätzlicher Zugverbindungen im Halbstundentakt bis Elzach und der immer höher steigenden Kosten, sehen wir die Zweckmäßigkeit des Vorhabens als nicht mehr gegeben. Ein Öffentliches Interesse somit auch nicht mehr. Zahlreichen Elztälern entsteht hierdurch der Eindruck, als ginge es nur zweitrangig um die Einführung eines Halbstundentaktes.

Wir sind für den Ausbau und für die Einführung eines Halbstundentaktes auf der Elztalbahn. Aber nicht unter allen Umständen.

Die Forderungen der Elztalbahn-BI, IG-Kreuzungsbahnhof-Gutach und zahlreichen Elztälern sind deshalb eine ernsthafte Prüfung des Realisierungskonzeptes aufgrund einer zumindest risikobehafteten Betriebsqualität bzw. Fahrplanrobustheit und somit Fahrbarkeit. Ein Nachweis für die Fahrbarkeit zusätzlicher Verkehre bis Elzach fehlt. Wir fordern die fehlende Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung in der Fahrbarkeitsprüfung. Zudem fordern wir eine über das vorliegende Gutachten hinausgehende Bewertung der Fahrbarkeit. Desweiteren fordern wir eine Neubewertung der Kosten-Nutzen-Analyse aufgrund eines immer geringer werdenden Nutzens bezüglich des Halbstundentaktes und immer höher steigender Kosten.

Die Verantwortlichen, Entscheidungsträger und Vorhabenträger sind in der Pflicht, die Rechte der Bahn-Anwohner zu schützen und gesundheitsgefährdende Belastungen so gering wie möglich zu halten, aber auch die Fahrtplanstabilität und Betriebsqualität für Pendler der Elztalbahn zu verbessern, sicherzustellen bzw. zu garantieren.

Die Verantwortlichen sind verpflichtet, öffentliche Gelder bzw. die Steuergelder der Bürger, zielgerecht und sparsam einzusetzen.

Hinweis: Nur aufgrund der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen gemäß Informations-Freiheitsgesetzes konnten wir Schlussfolgerungen ziehen. Sollten uns, wie in der Vergangenheit bereits geschehen, angeforderte Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt worden sein, kann es selbstverständlich zu unterschiedlichen Statements kommen. In diesem Fall sollten uns umgehend diese Unterlagen zur Verfügung gestellt werden.


Offener Brief von IG-Kreuzungsbahnhof und Elztalbahn-BI: Wie bei -Stuttgart 21- werden beim -Bauvorhaben Ausbau Elztalbahn 2018_neu- Kosten schöngerechnet, der Nutzen schöngeredet, Risiken und kritische Sachverhalte ausgeblendet, Sach-verständigen-Gutachten ignoriert, Probleme der Fahrbarkeit geleugnet und das Zugmaterial nicht ausreichend berück-sichtigt. 

Wir fordern eine ernsthafte Prüfung des Realisierungskonzeptes und eine Alternativen-Prüfung, auch angesichts der von Enteignung, Dinglicher Sicherung und Belastung mit Dienst-barkeiten betroffenen knapp 100 Elztälern


Petition von IG-Kreuzungsbahnhof und Elztalbahn-BI: http://www.openpetition.de/!elztalbahn2020 

Wir fordern die "Neubewertung der Ausbaustufe 2018-neu- BSB 2020, Strecke 4311, Freiburg-Elzach. Die Petition wurde von rund 1.000 Personen mit einer direkten Betroffenheit von ca. 75% unterstützt und ist vom Petitionsausschuss des Landtags-BW angenommen worden. Nach wir vor ist über die Petition noch nicht entschieden worden


Wir kritisieren zudem;

die Ignoranz gegenüber der Bedenken der Elztalbahn-BI bezüglich der allgemeinen Machbarkeit des Projektes.

das nicht ernstnehmen, kleinreden, belächeln und ignorieren der Ängste und Bedenken der Anwohner.

die überholten und fehlerhaften Annahmen im laufenden Planfeststellungsverfahren zu Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn.

die fehler- und lückenhaften Planunterlagen zu Ausbau und Elektrifizierung der Elztalbahn mit zahlreichen unbeantworteten und offenen Fragen.

die nicht gegebenen vertraglichen Grundvoraussetzungen für eine Planfeststellung. Die Planfeststellung und Realisierung der Maßnahme Denzlingen-Elzach (Elztalbahn) kann erst dann erfolgen, wenn zeitgleich und aufeinander abgestimmt auch zusammenhängende, infrastrukturellen Maßnahmen geplant und umgesetzt werden die außerhalb des vorliegenden Planfeststellungsverfahrens liegen. Dies betrifft sämtliche infrastrukturellen Maßnahmen zwischen Freiburg und Elzach, die für die Fahrbarkeit des Halbstundentaktes bis Elzach zwingend erforderlich sind.

die fehler- und lückenhaften geänderten Planunterlagen zu Ausbau des Kreuzungsbahnhofs in Gutach. Welche Zusagen beim Erörterungstermin seitens der Bahn gemacht wurden und inwiefern diese dann auch in der Planänderung umgesetzt wurden, steht auf einem ganz anderen Blatt.

die Tatsache, dass die von Enteignung betroffenen Elztalbahn-Anwohner vor der Einwendungsfrist zum Planfeststellungsverfahren nicht einmal darüber informiert wurden, dass ihr Grundstück überhaupt für den Ausbau benötigt wird. Also über ihre Köpfe hinweg geplant wurde. Diese Vorgehensweise ist inakzeptabel.

die Tatsache, dass Anwohner, welche in Wahrnehmung ihrer Beteiligungsrechte im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen eingereicht haben, für zeitliche Verzögerungen, somit Kostensteigerungen und sogar für ein eventuelles Scheitern des  Vorhabens verantwortlich gemacht werden.

die fehlende Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsbeteiligung der Bürger in den Planungen in der Vergangenheit, zur Intensivierung der nach VwV Öffentlichkeitsbeteiligung der Landesregierung zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung.

die Nichteinhaltung des sogenannten Stillhalteabkommens zwischen dem BW-Landtag und der Landesregierung während des laufenden Petitionsverfahrens. Im Interesse der Petenten dürfen grundsätzlich bis zur Entscheidung über die Petitionen keine Verwaltungsentscheidungen getroffen oder Maßnahmen vollzogen werden, gegen die sich die Petitionen richten.

das Gegeneinander Aufbringen der Elzacher-Bürger gegen die Elztalbahn-Anwohner durch das sogenannte "Bürger"bündnis-Elztalbahn-JETZT, ein überparteilicher Zusammenschluss aus Kommunalpolitikern. Die Elzacher als Nutznießer des Ausbaus (Halbstundentakt) werden vom Bürgerbündnis gegen die Elztalbahnanwohner als Betroffene der Elektrifizierung aufgebracht, indem diese als Verhinderer des Halbstundentaktes dargestellt werden, welcher angeblich nur mit einer Elektrifizierung zu erreichen ist. Den es aber so für Elzach garnicht geben wird. Die Elztalbahn-BI und die Elztalbahn-Anwohner werden als "Bedenkenträger" (aktuell bekanntlich ein negativ besetzter Begriff für "Ewiggestrige", notorische Verhinderer, jeglicher Modernisierung im Wege Stehende usw.) und auch als "Elektrosmog-Esoteriker" diffamiert und diskreditiert und ungerechtfertigterweise als Gegner des Ausbaus darstellt. Nach Meinung der Elztalbahn-BI für ein überparteiliches Bündnis unwürdig und unfair. Die Elztalbahn-BI unterstützt weiterhin die Elzacher Bürger in ihrem Anliegen eines durchgängigen Halbstundentaktes bis Elzach und eine Aufklärung der Elzacher Bürger zu den tatsächlichen Zugzahlen. Im Gegesatz versucht die Elztalbahn-BI immerhin Risiken und Mißstände zu erkennen um elementare Punkte zur Fahrbarkeit im Vorfeld sachlich und fachlich versiert zu klären um einen funktionierenden und zuverlässigen Halbstundentakt bis Elzach und für das gesamte Elztal sicherzustellen.

die massiven Anfeindungen der Elztalbahn-BI gegenüber.

die mangelhafte Informationspolitik allgemein mit fehlerhaften, irreführenden und verschleierten Informationen.


Für den Ausbau der Elztalbahn und für einen echten Halb-stundentakt bis Elzach und für neue, alternative, emissions-freie, kostengünstige, oberleitungslose und somit klimafreund-liche Antriebe ohne Kohle- und Atomstrom

Gegen eine kostenintensive Elektrifizierung mit risiko-behafteter Fahrbarkeit und ohne erkennbaren Nutzen und gegen eine überteuerte und technisch veraltete Standard-Elektrifi-zierung ohne vollumfängliche Anwendung des Minimierungs-gebots der Bundesregierung zur Reduzierung elektro-magnetischer Felder


Elztalbahn-BI und rund 230 Bahnanwohner haben zum PFV-Ausbau-Elektrifizierung-Elztalbahn insgesamt schätzungsweise 14.000 Einwendungen eingereicht


Aktuelle Presse

14.12.2018: Zukunft der Elztalbahn unklar: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/kosten-fuer-die-breisgau-s-bahn-explodieren-baustopp-noch-teurer--161760459.html

22.11.2018: Augen zu und durch zu Lasten des Steuerzahlers: http://www.badische-zeitung.de/kreis-breisgau-hochschwarzwald/leserbriefe-xcjklsaqx--160285467.html

14.11.2018: Kosten für Bahnausbau http://www.badische-zeitung.de/kreis-breisgau-hochschwarzwald/kosten-fuer-bahnausbau--159664960.html

13.11.2018: Kostenexplosion bei der Breisacher-Bahn. Ausbau wird 43 Mio. Euro teurer. https://www.badische-zeitung.de/kreis-breisgau-hochschwarzwald/kostenexplosion-bei-breisacher-bahn-ausbau-wird-43-millionen-euro-teurer--159664980.html

07.11.2018: Es drohen weitere wesentliche Kostensteigerungen beim Ausbau und der Elektrifizierung der Elztalbahn: https://www.badische-zeitung.de/kreis-emmendingen/kreisverwaltung-will-400000-euro-in-unterrichtsraeume-statt-in-breitbandversorgung-stecken--159072969.html

06.11.2018: Das Regierungspräsidium Freiburg leitet als Anhörungsbehörde seine Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Elztalbahn an das Eisenbahnbundesamt weiter: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/Seiten/pressemitteilung.aspx?rid=1680