Kosten / Nutzen

 

Die Kosten des Ausbau und der Elektrifizierung der Elztalbahn sind von den ursprünglich festgesetzten 19 auf bereits 66 Millionen Euro angestiegen.

Von weiteren Kostensteigerungen ist auszugehen. Zudem ist von hohen Folgekosten, durch Schadensbehebung (Nachschleifen und Einbau von Schmieranlagen) wegen der nicht zur Strecke passenden Elektrozüge (siehe Münstertalbahn), ebenfalls auszugehen. Eine Elektrifizierung lohnt sich nur auf stark befahrenen Strecken. Aus volkswirtschaftlichen Gründen somit unwirtschaftlich und nicht vertretbar. Eine Elektrifizierung wäre nach groben Schätzungen etwa 4 x teurer wie der Einsatz mit alternativer Antriebstechnik wie z.B. Batterie- oder Brennstoffzellenzügen. Auch würden sich die Umbauarbeiten ohne Elektrifizierung zeitlich deutlich reduzieren.

Anhörungsbehörde ist das Regierungspräsidium Freiburg. Planfeststellungsbehörde das Eisenbahnbundesamt. Bauherr ist die Deutsche Bahn. Die Kosten werden wie folgt verteilt: Der Bund übernimmt 60%. Das Land übernimmt 20%. Der ZRF übernimmt 20% + die Planungskosten. Die Bauzeit beträgt ca. 8 Monate.

Der Nutzen des Ausbaus und der Elektrifizierung ist lediglich ein zusätzlicher Halbstundentakt von Waldkirch über Kollnau, Gutach bis Bleibach.

Buchholz, Batzenhäusle und Waldkirch haben bereits einen durchgängigen Halbstundentakt. Kollnau, Gutach und Bleibach bekommen werktags einen erweiterten Halbstundentakt. Niederwinden, Oberwinden und Elzach bekommen keinen durchgängigen Halbstundentakt, trotz Ausbau und Elektrifizierung.

Zweifelhaftes Kosten-Nutzen-Verhältnis des Projektes in Bezug auf Machbarkeit bzw. Fahrbarkeit des Taktes aufgrund von Mehrverkehr auf der Rheintalbahn. Geplant ist, dass bei verschiedenen Fahrten zwischen Elzach und Freiburg die Stationen Gundelfingen, Zähringen, Herdern mehrheitlich nicht angefahren werden (Kenntnisstand 18.09.2017). Zudem waren ürsprünglich 12 zusätzliche Züge pro Tag für Elzach geplant. Bis heute fehlt allerdings der Nachweis, dass die nunmehr nur noch angesetzten 4 zusätzlichen Züge im Halbstundentakt überhaupt fahrbar sind. Und ob der bereits existierende Halbstundentakt bis Waldkirch bzw. die Bedienung aller Haltestellen für die gesamte Strecke, allein wegen den nunmehr nur noch 4 zusätzlichen Zügen bis Elzach in den Hauptverkehrszeiten, überhaupt aufrechterhalten werden kann bzw. nicht zumindest gefährdet wird, ist ebenso fraglich (Kosten-Nutzen-Analyse 2009/hier wurden noch 12 zusätzliche Züge zugrundegelegt).

Der Infrastrukturausbau durch Elektrifizierung mit zweifelhaftem Nutzen aufgrund zweifelhafter Fahrbarkeit steht somit in keinem Verhältnis mehr zu den sowieso schon explodierenden Kosten und zu diesem massiven Eingriff. Wir fordern eine Neubewertung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses.